Hi, ich bin Melanie In meinem Leben habe ich viele Rollen getragen:
Mutter, Ehefrau, Tochter, Schwester, Schwägerin, Freundin, Bürokauffrau, Ernährungsberater, Fotograf, Coach… die Liste ist lang.
Und ja, all das bin ich - aber keine dieser Rollen beschreibt, wer ich wirklich bin.
Titel sagen etwas darüber, was wir tun. Nicht darüber, wer wir sind. Und irgendwann habe ich gemerkt: Ich war hervorragend darin, Rollen auszufüllen. Nur mich selbst habe ich dabei leiser gestellt. Vielleicht kennst du das. Man organisiert. Man hält zusammen. Man funktioniert. Zwischen Wäschekorb und Wochenplan bleibt wenig Raum für die eigene Wahrheit.
Was mich heute ausmacht, ist keine Berufsbezeichnung. Es ist meine Haltung. Die Entscheidung, mich nicht mehr über Leistung zu definieren. Nicht mehr zu funktionieren, nur damit es für alle passt. Nicht mehr leiser zu werden, um unangenehm zu bleiben. Ich habe gelernt, meine Stärke nicht aus Perfektion zu ziehen - sondern aus Klarheit. Aus der Bereitschaft ehrlich hinzusehen. Auch wenn es unbequem ist.
Heute weiß ich: Ich muss nicht alles im Griff haben. Aber ich verlasse mich selbst nicht mehr.
Und genau das ist der Kern meiner Arbeit.
Meine Mission:
Frauen dabei zu begleiten, sich selbst nicht länger zu verlassen. Verantwortung zu übernehmen - bewusst und klar. Weil ihr Wert nicht zur Diskussion steht.
Wie ich zum Coaching kam…Schon früh hatte ich das Gefühl, mich anpassen zu müssen. Ich habe gelernt, leiser zu werden. Mich anzupassen. Erwartungen zu erfüllen. Und irgendwann war ich richtig gut darin - nur mich selbst habe ich dabei aus dem Blick verloren.
Nach außen wirkte vieles stabil. Ich funktionierte. Übernahm Verantwortung. War zuverlässig. Doch innerlich blieb eine leise Unruhe. Nicht laut genug, um alles infrage zu stellen. Aber stark genug, um nicht ganz zufrieden zu sein.
Ich suchte nach Tiefe. Nach Sinn. Nach etwas, das sich wirklich nach mir anfühlt. Ich probierte aus, bildete mich weiter, stellte Fragen. Und irgendwann wurde mir klar: Ich hatte nicht zu wenig Wissen. Ich hatte zu wenig Selbstachtung.
Eine gesundheitliche Phase zwang mich, langsamer zu werden. Und in dieser Ruhe konnte ich nicht mehr ausweichen. Ich sah, wie oft ich Ja sagte, obwohl ich Nein meinte. Wie sehr ich meinen Wert an Leistung knüpfte. Wie sehr ich funktionieren wollte - selbst dann, wenn ich müde war.
Mutter zu werden hat mir das deutlicher gezeigt als alles andere. Ich wollte meinen Kindern Stärke vorleben. Und erkannte: Ich lebte ihnen vor allem Funktionieren vor. Was ich ihnen eigentlich zeigen möchte, ist Würde. Das ihr Wert nicht verdient werden muss. Dass sie sich nicht anpassen müssen, um dazuzugehören. Dass ihr Weg frei wählbar ist - ob Mutter, Karrierefrau, beides oder etwas ganz anderes.
Dann kam der Wendepunkt. Nicht spektakulär. Nicht dramatisch. Sondern eine klare Entscheidung: “Ich höre auf, mich selbst zu verlassen.”
Coaching war für mich kein spontaner Impuls. Es war die bewusste Konsequenz. Ich wollte meiner Lebenserfahrung einen professionellen Rahmen geben. Nicht um jemand Neues zu werden - sondern um das, was längst da war, klar auszurichten.
Heute begleite ich Frauen, die gelernt haben, stark zu sein - und nun lernen wollen, sich selbst nicht mehr zu übergehen. Nicht, um sie zu retten. Sondern um sie in ihre Würde zu führen.